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Musik und Corona: Was das Virus mit der Branche gemacht hat!

Für viele Branchen ist die Corona Pandemie nicht nur eine Herausforderung, sondern bedroht oft regelrecht die Existenz. Große Veränderungen müssen häufig hingenommen werden, wenn einzelne Unternehmen oder ganze Branchen noch überleben wollen. Doch wie genau hat sich die Branche der Musik in der Corona Pandemie entwickelt?

Digitale Lösungen für die Musikbranche

Es gibt in der Musikbranche einen Bereich, der gar nicht von der Krise betroffen ist und weiterhin stark nachgefragt wird. Gemeint ist damit Spotify, da die Musik in der digitalen Form natürlich weiterhin von Interesse ist. Die meisten Menschen könnten sich ein Leben ohne Musik nicht vorstellen, was schnell dazu führt, dass Musik auf Spotify oder Youtube Hochkonjunktur hat und noch mehr nachgefragt wird als sonst. Es gibt aber natürlich keine digitalen Lösungen für alles, wenn es um die Musik geht. Wobei Online-Konzerte durchaus eine Möglichkeit sein könnten.

Leider kann hier das Gefühl nicht transportiert welches, welches ein Konzert erst so besonders macht und mitreißt. Trotzdem ist es auffällig, dass einige Künstler solche digitalen Konzerte abgehalten und zu diesen eingeladen haben. Es gibt aber auch Bands, die von Anfang an gesagt haben, dass es sich dabei nicht um eine interessante Lösung handelt, da die jeweilige Musik und die Fans dafür sorgen, dass eine solche Veranstaltung gar nichts mit einem echten Konzert zu tun hätte.

Fest steht damit, dass Corona die gesamte Musikbranche stark verändert hat und hier wahrscheinlich noch mit weiteren Veränderungen zu rechnen ist. Schließlich ist es kaum vorstellbar, dass eine ganze Branche in Zukunft nicht mehr existiert, weil sie durch ein Virus regelrecht unmöglich gemacht wurde. Musik gehört zu den Menschen, zur Gesellschaft und zum Wohlbefinden einfach mit dazu und es wäre definitiv ein trauriger neuer Alltag, der weder Musik noch Konzerte in jeder Form mit sich bringt.

Auch der Unterricht an einer Musikschule gehört für viele einfach mit dazu – nicht umsonst stellt die Musik ein beliebtes Hobby dar, welches oft schon ab dem frühen Kindesalter zum Leben mit dazugehört. Hier sind einfach nicht immer digitale Lösungen möglich.

Konzerte und Events in der Krise

Wenn es eine Branche gibt, die jetzt in der Krise gar keine Chance mehr auf Einnahmen hat, ist das sicherlich die Eventbranche. Konzerte sind weiterhin nicht möglich und Großkonzerte werden als sehr große Gefahr in Bezug auf die Ansteckung angesehen. Das ist für Bands genau wie für Solokünstler natürlich sehr schwierig, da hier wichtige Einnahmen wegfallen. Auftritte gehörten zum Leben von Bands einfach mit dazu und da es sich ohnehin nicht um eine besonders gut bezahlte Tätigkeit handelte (zumindest in vielen Fällen), macht Corona die Situation noch deutlich komplizierter.

Wann genau Events oder Konzerte wieder möglich sind, ist zumindest in ganz Europa weiterhin noch nicht absehbar. Vermutlich dann, wenn der Impfstoff auf dem Markt ist und mit den Impfungen im großflächigen Stil begonnen wird. Hierbei sollte auch nicht unterschätzt werden, dass gerade beim Singen wohl eine sehr hohe Ansteckungsgefahr besteht. Nicht umsonst wurden und werden Gottesdienste in der Kirche so kritisch angesehen, da hier durch das gemeinsame Singen die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung der Besucher besonders groß ist. Bei einem Konzert ist das Mitsingen der Lieder, die gespielt werden, schließlich auch ganz üblich und sorgt dafür, dass Probleme entstehen können.

Einmal ganz abgesehen von dem Recht begrenzten Raum, der das Einhalten von einem Abstand von Anfang an unmöglich macht. Vielleicht geht der Trend in Zukunft auch eher in Richtung Open-Air-Konzerte, sodass wenigstens keine geschlossenen Räume die Gefahr einer Ansteckung noch vergrößern. Doch hier heißt es weiterhin abwarten, da noch nicht ganz absehbar ist, ob und wie die Umsetzung in der Praxis funktioniert.

Kreative Ideen für Musik in der Krise

Da auch immer neue Regelungen in der Corona Zeit mit dazukommen und es nicht so wirkt, als wäre eine schnelle Besserung in Sicht, wird die Musikbranche gute und kreative Möglichkeiten brauchen. Damit nicht die ganze Branche auf ihre Einnahmen verzichten und um das Überleben kämpfen muss, sind kreative Ideen nötig, die an dieser Stelle weiterhelfen werden. Eine Lösung könnten Online-Konzerte für Bands und Künstler sein, bei denen die Fans dazuschalten und die Musik genießen können.

Nicht zuletzt haben auch Musikschulen große Probleme und müssen um ihr Überleben kämpfen. Das bedeutet, dass auch hier gute Lösungen wichtig sind, damit die Schulen weiterhin offen bleiben können. Kurse für Instrumente oder zum Singen können wie so ziemlich alle anderen Arten von Kursen auch online abgehalten werden. Es erfordert natürlich einige Maßnahmen in Bezug auf die Umstellung, doch es ist auf jeden Fall besser so vorzugehen, als über Monate hinweg gar keine Einnahmen zu haben. Hierbei sollte auch nicht vergessen werden, dass Musik grundsätzlich ein gutes Mittel gegen die Einsamkeit und gegen depressive Verstimmungen ist.

Diese sind in der Corona Zeit schon zu einem großen Problem geworden, welches sich im Winter weiter verschärfen dürfte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die gegen die Einsamkeit helfen, da das Wohlbefinden in Zeiten des Lockdowns sowieso schon stark eingeschränkt ist. Bisher wird die Musik noch nicht unbedingt als wirksames Mittel gegen die Einsamkeit angesehen, obwohl hier schon bewiesen ist, dass Musik guttut. Natürlich nur, wenn keine Musik gehört wird, die für eine noch schlechtere Stimmung sorgt – wozu viele Menschen in schlechten Zeiten schließlich neigen. Musikkurse können dann eine gute Möglichkeit sein, damit man sich wieder besser fühlt und nicht so einsam ist.

Hoffnung gibt es für die Musikbranche aber weiterhin. Schließlich ist die Rede von Impfstoffen und nicht überall kam eine zweite Welle dazu. Gerade China ist ein gutes Beispiel dafür, dass wieder gefeiert werden darf und durch ausbleibende Infektionszahlen keine weiteren Einschränkungen in Zukunft unbedingt erforderlich sind. Dabei handelt es sich ohne Frage schon um einen großen Vorteil im Vergleich zur restlichen Welt, wo es nicht gelungen ist, sich vor einer zweiten Welle zu schützen.

Wie genau das nächste Jahr in der Musikindustrie aussieht, weiß natürlich aufgrund der aktuellen Lage noch niemand. Deshalb sind kreative Ideen sicherlich weiter eine gute Idee, um etwas Abwechslung mit in die Branche zu bringen und die Interessierten dazu zu bringen, sich wieder mehr mit der Musik zu beschäftigen.

 

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